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„Handwerk vorwärts! - Handwerk hoppegej!“
Fußballturnier am 4. Juni 2011 in Holland/Amsterdam
… die E-Jugend der SG Handwerk Rabenstein war dabei!
Aufgrund guter Beziehungen zur H.B.I. Holland Blumen-Import GmbH ergab sich für die E‑Jugend der SG Handwerk Rabenstein die Gelegenheit, an einem Fußballturnier in Castricum, unweit von Amsterdam teilzunehmen. Die einfache Entfernung beträgt immerhin 730 km. Sollten wir das Wagnis auf uns nehmen? Die Chance auf erste europäische Fußballerfahrung ist da, wir wagen es!
Also machten sich 12 Kinder und 3 Erwachsene am Abend des Kindertages mit dem Vereinsbus und einem privaten VW Caddy auf den Weg Richtung Holland. Da die Strecke an diesem Abend nicht mehr zu schaffen war, legten wir in der JH Kassel einen Zwischenstopp ein. Das Abendbrot hatten wir mit einem Picknick unterwegs schon erledigt. So mussten wir nur noch in der JH die Betten beziehen, was für die Jungs eine echte Herausforderung war und dann konnten wir einschlafen (Sofern das vor Aufregung ging, denn die Kinder hatten schon in Kassel gefragt, ob das zu Holland gehört?). Nach einem einfachen Frühstück in der JH machten wir uns weiter auf den Weg Richtung Holland. An der holländischen Grenze stießen noch zwei Spieler und 3 Erwachsene zu uns, die maßgeblichen Anteil an der Organisation des Unternehmens hatten. Nachmittags, gegen halb 4, waren wir endlich am Zielort „StayOkay“ in Bakkum. Die U9-Fußballer von Bayern München waren gerade aus dieser Herberge abgefahren. Bakkum liegt neben dem Turnierort Castricum unweit der Nordseeküste und ca. 30 km von Amsterdam entfernt. Nach dem Auspacken und Bettenbeziehen (das ging beim zweiten Mal schon besser) wurde natürlich noch eine Fitnesseinheit angesetzt, damit die durch das lange Fahren eingerosteten Glieder wieder gelenkig wurden. Nach dem holländischen Abendbrot ordnete der Trainer noch ein Trainingsspiel auf dem Kunstrasen in Castricum an: Mannschaft der Kinder gegen Mannschaft der Betreuer. 22 Uhr waren alle geduscht und lagen geschafft in ihren Betten.
Am folgenden Tag war eine Radtour an die Nordsee geplant. Die Fahrräder wurden von der Herberge gestellt, die Helme hatten wir vorsorglich mitgebracht. Für’s Radfahren ist in Holland alles super ausgelegt und die Autofahrer sind darauf eingestellt, so dass wir als Gruppe von 20 Mann keine Probleme hatten. Der Tag ging mit Baden, Fußball am Strand und etwas Sonne haschen schnell vorbei. Nach der Rückkehr in die Herberge wurde vor dem Abendbrot noch Fußballtennis gespielt. Da steigerten sich die Kinder immer mehr rein und wollten gar nicht mehr aufhören. Aber nach dem Essen war noch ein scharfer Test geplant, denn am nächsten Morgen sollte das Turnier gegen die Holländer sein. Der Trainer bildete 2 Mannschaften, die Generalprobe ging 4:4 aus.
Samstag, es war soweit. Halb 8 raus aus den Betten, Frühstück, Fußballtasche packen. Die Jungs waren sichtlich aufgeregt. Das erste internationale Spiel und gleich ein Turnier mit 3 holländischen Mannschaften. Aber es ging alles ganz locker zu. Einen Strafraum gab es nicht, der 9-m-Punkt wurde abgeschritten und die Ecke konnte aus einer geringeren Entfernung ausgeführt werden. Im Verlaufe des Turniers haben sich unsere beiden Mannschaften prima gesteigert und am Ende auch verdient den 1. und den 3. Platz belegt. Auch der Torschützenkönig kam aus unseren Reihen. Der Lohn waren zwei Pokale, zwei Fußbälle und ein holländisches Mittagsmenü mit Limo, Pommes und Rindfleischkroketten. Der Trainer spendierte noch zwei Kugeln Eis. Am Nachmittag teilten sich die Kinder in eine Tischtennis- und eine Waldspielfraktion. Am letzten Abend gab es dann eine Auswertung des Turniers und der gesamten Reise. Die Sieger von Fußballtennis, Fußballquiz und Tischtennisturnier wurden prämiert. Nun hieß es schon wieder Kofferpacken, die Zeit war wie im Flug vergangen. Den Abend haben die Kinder noch genutzt, um mit den holländischen Freunden zu spielen und erste Verständigungsversuche in „Deutsch-Holländisch-Englisch“ zu starten („Do you speak tschermisch?“).
Am Sonntag starteten wir um 9 Uhr bei Regen die lange Heimfahrt. 730 km an einem Tag, da braucht man ein paar Nerven. Aber mit Pausen und der Aussicht auf die wartenden Eltern haben wir alles gut überstanden. Kurz nach 19 Uhr bogen wir auf das Vereinsgelände der SG Handwerk Rabenstein ein und waren glücklich und geschafft am Ziel.
Für die Kinder war diese Reise ein einmaliges Erlebnis und sie werden sicher noch lange davon erzählen. Ein großes Dankeschön geht an die Eltern unseres Torhüters, die die Aktion „eingerührt“ haben. Danke aber auch an den Verein Handwerk Rabenstein, der die Turnierteilnahme maßgeblich unterstützt hat und danke an Trainer, Betreuer, Fahrer und die hilfsbereiten Eltern. Wir bedanken uns mit unserem holländischen Schlachtruf:
„Handwerk vorwärts! - Handwerk hoppegej!“
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Kommentare
"Handwerk vorwärts! - Handwerk hoppegej!“
Das hört sich natürlich nach einer ganz großen Aktion an! So was hätte ich als Kind auch gerne gehabt! Man sieht mal wieder, auch wenn ab und zu mal ein bisschen "die Säge klemmt", die SG Handwerk ist schon ein geiler Verein, auf allen Ebenen wird gemacht und getan, was irgendwie geht! Find ich cool!
Gruß Axel